Thema

Porträt

Martin Schmidt – der intuitive Virtuose

Geboren und aufgewachsen im pfälzischen „Musikantenland“, ist der Gitarrist Martin Schmidt seit mittlerweile 26 Jahren von Wiesbaden aus unterwegs in aller Welt als Handlungsreisender in Sachen Rock’n’Roll – und ganz nebenbei auch in den Welten von Jazz und Journalismus. Dabei ist seine Musik nicht nur „handgemacht“, sondern in all ihren Erscheinungsformen bis ins letzte Detail selbst gemacht – ob im Trio mit The Razorblades, im Duo in „Mr. Smith’s Guitar Club“ oder solo alias „The Incredible Mr. Smith“.

Alexander Pfeiffer · 27. März 2026

„Schönheit ist das Geheimnis des Lebens“ - zum 90. Geburtstag von Lore Bert

Eine solche künstlerische Lebensleistung begegnet selbst einem jahrzehntelang tätigen Kulturjournalisten recht selten: 350 Ausstellungen in 30 Ländern, darunter für deutsche Künstlerinnen und Künstler eher exotische wie Tibet, Südkorea, Ägypten, Nordafrika oder Island, an die fünfeinhalb Tausend geschaffene Werke, darunter mehr als 130 Installationen, dazu Teilnahme an verschiedensten Biennalen in aller Welt, ob Venedig, Busan, Sharjah oder Izmir. Die Rede ist von der Künstlerin Lore Bert, die im Sommer dieses Jahres ihren 90. Geburtstag feiert. Seit Jahrzehnten lebt und arbeitet sie in Mainz, manchmal auch in Venedig, wo die renommierte Mainzer Galerie ihrer Tochter Dr. Dorothea van der Koelen über eine Dependance verfügt.

Andreas Berg · 26. März 2026

Uwe Oberg – Der Mann am Klavier

Der Jazz-Pianist und Komponist Uwe Oberg wurde durch unterschiedliche, teils internationale Projekte über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Seit Mitte der Achtziger lebt er in Wiesbaden, wo er sich auch abseits der Bühne für den Jazz verdient gemacht hat. Etwa durch seine langjährige Arbeit in der Kooperative New Jazz. Die Musiker-Initiative betreibt das „art.ist“ in der Wiesbadener Walkmühle, mit anspruchsvollen Konzerten, separater Bar und Proberäumen.

Norbert Krampf · 11. Oktober 2025

Hello Hudson

Tschüss Amerika? Viele wenden sich gerade von den USA ab. Dabei lassen sie sich jenseits bohrender Passkontrollen und Zäsuren wie dem UNESCO-Austritt oder der Zensur der Smithsonian-Museen weiterhin beglückend kulturoffen und gastlich erleben – am Lauf des Hudson sogar elysisch. New York kurz vor dem 250. Geburtstag der Nation zu erkunden, gibt zu denken und erquickt. Derweil legt die Wiesbadener Autorin Tanja Bernsau letzte Hand an ihr Porträt der Monuments Woman Edith Standen: nach dem Krieg Chefin am Central Collecting Point in Wiesbaden und danach Kuratorin am Metropolitan Museum.Von Dorothee Baer-Bogenschütz

Redaktion · 08. Oktober 2025

Zwischen Lampenfieber und Rampenlicht

Statist, Student, Theatermensch – jung sein auf und hinter der Bühne

Finja Bruhnken · 08. Oktober 2025

„Etwas, das die Realität erweitert”

Die Sammlerszene in den Landeshauptstädten von Hessen und Rheinland-Pfalz ist sehr vielfältig. feuilleton stellt in den Ausgaben Nummer 8 und 9 ganz verschiedene Sammlertypen vor. Ihnen gemeinsam ist: Die Kunstkäufer verstehen den Erwerb oft als Investment – in den Seelenhaushalt nämlich. Ganz gleich, ob professionelle Sammler oder Kunstliebhaber mit kleinem Budget: Es zählt, was die Kunst jenseits des monetären Aspekts anstößt.

· 09. April 2025

Vroni Frisch: Zu schade für die zweite Reihe

Wenn Vroni Frisch als „gefragte Bass-Sidewoman“ angekündigt wird, ist das nur die eine Hälfte der Wahrheit. Die 35-jährige Mainzerin steht als Bandleaderin immer wieder in der ersten Reihe, ist zudem als Komponistin, Arrangeurin und Dozentin gefragt. In wechselnden Formationen bringt sie die fünf oder auch sechs Saiten, die ihr die Welt bedeuten, auf Bühnen im ganzen deutschsprachigen Raum mit so ziemlich allem

Jazz über Fusion bis Pop zum Klingen · 09. April 2025

Arno Frank – Meister des unbehaglich Normalen

Nach seinem autofiktionalen Roman „So, und jetzt kommst du“ und dem Roman „Seemann vom Siebener“, einer freien Erzählung, veröffentlichte Arno Frank im Februar 2025 den historischen Roman „Ginsterburg“. Dem Publikum stellte er ihn beim Literaturfestival 2025 seiner Heimatstadt Kaiserslautern vor und dann im Literaturhaus Villa Clementine seiner Wahlheimat Wiesbaden - vor ausverkauftem Haus.

· 09. April 2025

Pechstein und Teddybär

Frank Brabant liebt Kunst und Kuscheltiere – hier verrät der berühmte Wiesbadener Kunstsammler und legendäre Disco-König, über den jetzt Andreas Clarysse einen Film gedreht hat, was so alles seine Seele berührt.

Dorothee Baer-Bogenschütz · 09. April 2025

Woll in Moll

„Wiesbadener Urgestein“ – Zugegeben: das klingt ziemlich abgedroschen, aber zutreffend ist es schon, auch wenn es hier um einen gebürtigen Saarbrücker geht. Ganze Generationen von  Wiesbadener Musikfans sind mit dem unverwechselbaren Sound

Tom Woll musikalisch „sozialisiert“ worden · 09. Oktober 2024

Von :innen neu gedacht

Frauen, Freude, Friede am Staatstheater!? Das neue Intendantinnentandem erbt einige Altlasten, auch finanzielle. Fix soll es den Betrieb kitten. Allemal bedeutet der Leitungs- auch einen Paradigmenwechsel. Jetzt gilt das „dialogische Prinzip“: nicht zuletzt ein Seitenhieb auf die vorige Intendanz. Uwe Eric Laufenberg hatte Kunstministerium, Künstler und Kritik gegen sich aufgebracht und schied dann vorzeitig aus. Dorothea Hartmann und Beate Heine starten mit 48 Premieren.

· 09. Oktober 2024

Neue Einsichten durch Beobachten - Leif Randt

Die Poetikdozentur gilt als besonderer Beitrag im kulturellen Leben Wiesbadens. Sie wird von der Hochschule RheinMain gemeinsam mit dem Kulturamt Wiesbaden durchgeführt. Leif Randt ist im Jahr 2022/23 der 23. Poetikdozent an der Hochschule RheinMain. In seinen Poetikvorlesungen geht es um anheimelnde Sätze, Glamour und Behaglichkeit sowie um Idiotie und Melancholie.

· 11. Juni 2024

Delattre - Dieser eine entscheidende Zentimeter

Die Mainzer Delattre Dance Company – eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte. Keine Frage: Polina Semionova ist die berühmteste Ballerina dieses Landes. Allein ihr Auftritt im Musikvideo von Herbert Grönemeyers „Demo (Letzter Tag)“ bescherte ihr ein vielfaches digitales Millionenpublikum. Seitdem hat sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen gesammelt, zuletzt den einer Kammertänzerin des Berliner Staatsballetts.

· 11. Juni 2024

Mekka der Glaskunst

Mainz-Wiesbaden ist weltberühmt für seine Glas(kunst)produktion – wiewohl, wer hier lebt, das kaum wahrnimmt. Industrieglas vom Mainzer Global Player Schott ist eben - so begehrt wie die Kunstwerke, die die Taunussteiner Firma Derix Glasstudios im Künstlerauftrag umsetzt

· 10. Juni 2024

Wiesbaden statt Las Vegas

Eine Lebensgeschichte zwischen Prager Frühling und Casino in Las Vegas, zwischen „illegaler“ Einreise auf dieBahamas und Sesshaftwerden in Wiesbaden und vor allem eine Geschichte von ungebrochener Leidenschaft fürs Theater,  dem Wunsch, Menschen mit den Aufführungen zu berühren und von unerschütterlichem Optimismus: Die Geschichte des Velvets Theaters in Wiesbaden erzählen uns die Gründer Dana Bufková, Bedich Hányš sowie Tochter Barbara Naughton lebhaft, engagiert und spannend.

· 10. Juni 2024

Drei Sockel für Die Kunst

Neugierig erwartet die Wiesbadener Kunst- und Museumsszene die Eröffnung des Museum Reinhard Ernst an der Wiesbadener Wilhelm­straße. Doch ein Termin steht noch nicht fest, da die Errichtung des architektonisch anspruchsvollen Hauses längere Zeit in Anspruch nimmt als erwartet. Feuilleton durfte vorab schon einen Blick in den Neubau werfen und stellt den Gründungsdirektor vor.

· 10. Juni 2024

Geschliffene Dialoge und gut gezeichnete Figuren

Seit 15 Jahren begeistern die „Kammerspiele“ im Gemeindehaus der Bergkirche mit Stücken, die unter die Haut gehen, – meist Komödien aus Frankreich. Längst gibt es eine treue Fangemeinde, nun würdigte auch die Politik das Theaterensemble mit dem Wiesbadener Kulturpreis 2023.

· 10. Juni 2024

Die Welt der Antuanetta Mishchenko

Wenn man den Namen Chopin in die Suchmaske von YouTube eingibt, erhält man unzählige Angebote, gespielt von großen Namen, routinierten Pianisten oder unbekannten Amateuren. Einer dieser Namen, auf die man dann irgendwann stößt, lautet Antuanetta Mishchenko.

· 10. Juni 2024

Die Unermüdlichen

Christiane Schauder und Günter Minas haben sich eine Alltagstextur geschaffen, in der Beruf(ung), Freizeitinteressen und Sozialleben zusammenfließen: Beide vernetzen Kulturschaffende. Beide konzipieren spartenübergreifende Kulturprojekte. Der häusliche Balkon oder Schauders Atelier dienen ihnen ebenso als Kulturort wie das Staatstheater Mainz, dies auch als Bühne für eigene Werke und Auftritte.

· 10. Juni 2024

Kenneth Minor

Kenneth Minor? Hat sich da etwa ein Wiesbadener Musiker mit englischsprachigen Songs einen englischen Vor- und Nachnamen als Pseudonym zugelegt, um Authentizität vorzugaukeln? „Es ist viel komplizierter!“

· 29. März 2024

KultUrgesteine

30 Jahre Experimentierfeld Schlachthof1884: Stadtbaumeister Johannes Lemcke errichtet den Wiesbadener Schlachthof mitsamt Eisturm, Kesselhaus und Kleinviehmarkt. 110 Jahre später stehen die Hallen leer und ein unabhängiges Kollektiv an Enthusiast*innen widmet sie in ein Kulturzentrum um. 1994 entsteht der neue „Schlachter“; 2024 hat der Gründungsverein daraus einen Mega-Melting-Pot für Kulturangebote und Zeitvertreib aller Art hochgezogen – als inzwischen „größtes soziokulturelles Zentrum Hessens“ mit rund 350 Veranstaltungen pro Jahr. 30 Jahre Schlachthof – dieses Jubiläum ist es uns wert, Geschäftsführer Gerhard Schulz ein Porträt zeichnen zu lassen und uns zu fragen: Was bewegte diesen Typen eigentlich, derart straight und ohne Wenn und Aber ein Freudenfeuer der Kultur zu entzünden?

· 23. März 2024

Kunst mal zwei

In jeder Ausgabe von feuilleton stellen wir zwei Künstlerinnen oder Künstler aus der Region Mainz-Wiesbaden in der Rubrik „Kunst mal zwei“ vor. Sie antworten auf unseren „Kunst mal zwei-Fragebogen“ – eine Spurensuche zu Leben, Kunst und ars vivendi …

· 23. März 2024