Mainz, Wiesbaden und Umgebung
Region
Wer rettet die Kultur – oder rette sich, wer kann? Irgendwie durchwurschteln – das scheint das heimliche Motto der Kultur zu sein. Ein Streifzug durch Mainz und Wiesbaden, der fragt, was uns Kultur eigentlich wert ist.
Wie kann Design eine Stadt neu erfinden und die Lebensqualität ihrer Bewohner*innen nachhaltig verbessern? Das erprobt in diesem Jahr die Metropolregion Frankfurt RheinMain. Sie ist nach Städten wie Helsinki, Taipeh oder Kapstadt zur Welt-Design-Hauptstadt ernannt worden, ein Titel, den die World Design Organization mit Sitz in Montreal alle zwei Jahre vergibt. Mit dem Thema „Design for Democracy: Atmospheres for a Better Life” erhielt die Region den Zuschlag. Design wird dabei nicht nur als Gestaltung von Dingen verstanden, sondern auch als Werkzeug gesellschaftlicher Erneuerung. Den Krisen der Welt und der Gefährdung unserer Demokratie will die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 ein positives Narrativ entgegensetzen. Gudrun Rothaug über die WDC 2026 und die Projekte in Wiesbaden.
Braucht es ein neues Wirtschaftswunder? Wiesbaden hat schon eins! Und was für eins: Jedes Jahr im Sommer gibt‘s das „Café Wirtschaftswunder“ auf dem Lehrplatz. Dabei geht’s allerdings nicht um Wachstum, sondern um die schönen Dinge der 1950er: Swing, Rock’n’Roll und ein Miteinander in der Nachbarschaft.
Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) mit Sitz in Wiesbaden seit 1965 ist seit 1947 ein politisch unabhängiger, gemeinnütziger Verein zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Seit über 75 Jahren verfolgt sie das Ziel, das Bewusstsein und das Interesse für die deutsche Sprache bei allen, die Deutsch sprechen und lernen, zu fördern.
Wenn man den Namen Chopin in die Suchmaske von YouTube eingibt, erhält man unzählige Angebote, gespielt von großen Namen, routinierten Pianisten oder unbekannten Amateuren. Einer dieser Namen, auf die man dann irgendwann stößt, lautet Antuanetta Mishchenko.
30 Jahre Experimentierfeld Schlachthof1884: Stadtbaumeister Johannes Lemcke errichtet den Wiesbadener Schlachthof mitsamt Eisturm, Kesselhaus und Kleinviehmarkt. 110 Jahre später stehen die Hallen leer und ein unabhängiges Kollektiv an Enthusiast*innen widmet sie in ein Kulturzentrum um. 1994 entsteht der neue „Schlachter“; 2024 hat der Gründungsverein daraus einen Mega-Melting-Pot für Kulturangebote und Zeitvertreib aller Art hochgezogen – als inzwischen „größtes soziokulturelles Zentrum Hessens“ mit rund 350 Veranstaltungen pro Jahr. 30 Jahre Schlachthof – dieses Jubiläum ist es uns wert, Geschäftsführer Gerhard Schulz ein Porträt zeichnen zu lassen und uns zu fragen: Was bewegte diesen Typen eigentlich, derart straight und ohne Wenn und Aber ein Freudenfeuer der Kultur zu entzünden?